Urlaub in Kanada 2018 – Teil 1

Nachdem leider unser im Februar vorgesehener Golfurlaub aus terminlichen Gründen ausgefallen ist, stellte sich die Frage „Was tun in 2018?“. Schnell fanden wir eine Antwort, schon lange wollten wir Freunde in Kanada besuchen und entschlossen uns dies auch in die Tat umzusetzen. Wie immer bei solchen Reisen kümmerte ich mich um die ganze Organisation der Reise selbst, d.h. Hotels suchen, Was gibt es zu sehen und dergleichen mehr.

Die geplante Route war Montreal, Toronto, Niagara Falls, Montreal, Ottawa und letzten Endes noch Quebec. Das ganze mit einem Mietwagen. Wie sich herausstellen sollte sind die Distanzen zwischen den Städten für einen deutschen nicht unbedingt leicht einzuschätzen. Auf der Landkarte sieht alles relativ Nahe aus. Eine Erkundung Kanadas ohne Fahrzeug ist meines Erachtens auch gar nicht möglich. Vielleicht empfiehlt sich auch das anmieten eines Wohnmobils, wenn man mehr Flexibilität benötigt.

Montreal

Wir haben uns wie immer auf unseren Flügen für die Lufthansa entschieden. Der Flug war angenehm. Der Flug dauerte 8 Stunden.

Die Einreise nach Kanada war schnell und ohne große Probleme. Es gab Terminals an denen man sich anmeldete. Nach einigen Fragen und dem Scannen des Reisepasses wurde ein Papier ausgedruckt und ging damit durch die Personenkontrolle. Auch das abholen der Koffer war schnell.

Angekommen in Montreal holten wir zuerst den Mietwagen direkt am Flughafen ab. Es war nicht das gewünschte Modell, aber das Upgrate entschuldigte dieses Versehen. Mit dem Wagen ging es dann zu unseren Bekannten nach Hause, wo wir die ersten beiden Nächte verbringen wollten. Der Tag klang mit einem gemütlichen Beisammensein aus.

Am folgenden Tag reisten wir zu einer Alpakafarm etwa 2 Stunden entfernt, bei der Gelegenheit besuchten wir noch ein Weingut und machten dort eine kleine Weinprobe. Auf dem Rückweg sahen wir uns noch eine kleine Stadt mit ihrem schönen Blick auf den Lac St. Louis an. Ein gelungener Start in den Urlaub. Was mir bereits aufgefallen ist, ist das die Preise vernünftig sind. So in etwa auf deutschem Niveau. Lediglich Alkohol war etwas teurer.

Toronto

Am Montag fuhren wir von Montreal nach Toronto, eine Strecke von meinem Wohnort nach Hamburg. Etwa 550 km lang mit einer Geschwindigkeit von 100 km/h, die erlaubte maximale Geschwindigkeit in Kanada. Am späten Nachmittag trafen wir dort ein und wurden auch vom Eigentümer des angemieteten Appartements empfangen. Das Appartement entpuppte sich als Glücksgriff. Die Lage im angesagtesten Viertel von Toronto. Einfach auch mal Glück gehabt.

Toronto ist in vielen belangen wie New York, nur wesentlich kleiner und auch nicht ganz so teuer. Wir hatten im Vorfeld den Citypass gebucht und wollten uns in den drei Tagen in Toronto die Hauptsehenswürdigkeiten anschauen.

  • Ripley’s Aquarium
  • CN Tower
  • Royal Ontario Museum

Zeitlich haben wir die beiden anderen Aktivitäten leider nicht mehr geschafft.

Toronto
Toronto

 

Niagara Falls

Ein sogenanntes MUST-SEE in Kanada sind natürlich die Niagara Falls, die Stadt selbst ist völlig auf den Tourismus ausgerichtet, was man an den dort doch höheren Preisen auch schnell erkennen kann. Wir hatten das Sheraton mit Blick auf die Falls gebucht.

Niagara Falls mit "Maid-off-the-mist"
Niagara Falls mit „Maid-off-the-mist“

Ein Erlebnis war in jedem Fall die Fahrt auf dem Schiff nahe an die Falls heran. Ein feuchtes, aber dennoch sehr schönes Erlebnis. Sollte, nein, muss man getan haben.

Die Möglichkeit hinter die Falls zu blicken, also „Behind the Falls“, war meiner Ansicht nach die Sache nicht wert. Es gibt zwei Stollen, die hinter die Falls führen. Das ist im Prinzip schon alles. Es gibt noch außerhalb eine Plattform von der man schöne Bilder machen kann, aber das war es dann auch schon.

Behind the Niagara Falls
Behind the Niagara Falls

Back to Montreal

Von den Niagara Falls ging es dann mit einigen Pausen an den Raststätten zurück nach Montreal. Hier vielleicht eine kleine Anmerkung zu den On Route Stopps. Die Toiletten waren immer sauber und die Preise, die man für Burger, Pizza, Kaffee entrichten musste waren denen in den Städten gleich. Also keine Abzocke an den Raststätten wie wir es hier aus Deutschland kennen. Auch für die Toiletten wurde keine Gebühr verlangt. Auch sieht man an diesen Stopps, dass Deutschland ein Entwicklungsland im digitalen Segment ist. Es gibt ausnahmslos kostenfreies W-Lan in nahezu allen öffentlich zugänglichen Räumen und Restaurants.

Montreal

Am folgenden Tag besuchten wir Montreal City. Eine sehr schöne Stadt, wir wurden von unseren Bekannten durch die Stadt geführt, sind mit einem Riesenrad im Hafen gefahren und haben gut in einer der kleinen Restaurants im Hafenviertel gegessen. Der Gang durch die Stadt zeigte sehr schöne Gebäude und erinnert in vielen baulichen Strukturen sehr an Europa.

Basilique Notre-Dame de Montréal
Basilique Notre-Dame de Montréal

Beeindruckend war auch die Kirche auf dem höchsten Punkt von Montreal. Das L’Oratoire Saint-Joseph du Mont-Royal ist in seiner Größe beeindruckend. Wir waren etwas länger dort, weil an diesem Sonntag ein Konzert dort stattfand, welches wir uns anhören wollten.

L’Oratoire Saint-Joseph du Mont-Royal

Dort gibt es eine Treppe mit 99 Stufen, die ausschließlich von Pilgern genutzt werden darf, die auf Knien hinaufsteigen. Ich kann mir so etwas ja überhaupt nicht vorstellen, aber ich habe vier Personen gesehen, die auf Knien die Treppen hinaufgingen und dann den Weg bis zum Altar auf Knien beendeten.

 

KK
Was immer du tun kannst oder wovon du träumst – fang damit an. Mut hat Genie, Kraft und Zauber in sich. Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), deutscher Dichter der Klassik, Naturwissenschaftler und Staatsmann